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Globaler Service - Was es bedeutet, ein global Player zu werden.

 

Seit 1969 produziert die Meurer Verpackungssysteme GmbH hochwertige Endverpackungsmaschinen bis hin zu vollständigen Endverpackungslinien an ihren Standorten in Fürstenau und Freren. Mit  den Maschinen schickt Meurer kompetente Servicetechniker und -monteure mit, die das Aufstellen der Maschinen, die Inbetriebnahme, notwendige Wartungen oder auch den Umbau von Maschinen betreuen – und das international. Um diese verschiedenen Aufträge zu koordinieren und den Kunden einen möglichst optimalen Service zu gewährleisten, organisiert sich der Global Player mit sogenannten „Service Hubs“.

Organisation ist der Schlüssel zum Erfolg

Insgesamt 70 Servicetechniker sind in Fürstenau beschäftigt, von denen sich etwa zwei Drittel allein der Neuaufstellung oder der Inbetriebnahme von Maschinen widmen. Ein Drittel ist für die Instandhaltung der Maschinen zuständig. Regelmäßige Wartungen stehen nicht nur für einen guten Service, sondern sorgen auch für die Langlebigkeit der Maschine und verhindern technische Probleme.

Aufgrund der global agierenden und produzierenden Kundenstandorte liefert Meurer Verpackungsmaschinen in die ganze Welt. Dabei sind die Kunden vor Allem in den Ländern vertreten, wo der Bedarf an Automatisierung von Produktionsprozessen hoch ist oder wächst. Gerade in der Getränkeindustrie im Bereich der Weichpackungen ist Meurer stark vertreten, da in dieser Branche schon lange mit vollautomatisierten Verpackungslinien gearbeitet wird.

Mit Meurer in die ganze Welt

Mit den hohen technischen Anforderungen einer automatisierten Verpackungslinie einhergehend werden Servicemonteure aus Fürstenau überall an verschiedene Standorte in der Welt geschickt. Eine steigende Zahl an Service Technikern sind in den Ländern eingesetzt, wo sie leben. Unsere Mitarbeiter sind in England, Thailand, Frankreich, Brasilien und Spanien beschäftigt, um Kundennähe und schnelle Reaktionszeiten zu gewährleisten. Auch die Landessprache bei der Zusammenarbeit mit dem Kunden ist der Schlüssel für die reibungslose Ausführung jeglicher Art von Serviceaktivität. Teilweise sind die Servicetechniker lokale Arbeitskräfte, teilweise sind es Mitarbeiter, die aus Deutschland in die Länder ausgewandert sind und dort eine Familie gegründet haben.

Zur Unterstützung wird Meurer in einigen Ländern zudem von Partnerunternehmen vor Ort vertreten. In den USA profitiert das deutsche Unternehmen von der Zusammenarbeit mit Hartness (einem Unternehmen der ITW Group), dessen Personal von meurer geschult wurde und stets weitergebildet wird, um den Service vor Ort zu übernehmen. In anderen Ländern wird der Service zudem von den Partnerunternehmen selbst organisiert und übernommen.

Servicetechniker bei Meurer zu sein, ist eine Leidenschaft und muss gut überlegt sein. In Form eines Praktikums können Auszubildende für vier bis sechs Wochen in die USA oder nach Skandinavien gehen und vor Ort in Partnerunternehmen tätig sein. Damit soll es ihnen ermöglicht werden, andere Länder zu bereisen und gleichzeitig ihr Wissen weiter ausbauen. Außerdem können sie so bereits testen, ob ihnen der Job als Servicetechniker zusagt oder ob sie später lieber in den deutschen Standorten weiter arbeiten wollen.

Herausforderungen und neue Chancen

Der Bedarf an lokalen Arbeitskräften wird noch größer, da für einige Länder ein spezifisches Arbeitsgesetz befolgt werden muss. Der Schutz des eigenen Arbeitsmarktes hat für Länder wie zum Beispiel Kanada Priorität. Dort dürfen die Servicetechniker lediglich als Supervisior tätig sein, um die Jobs der eigenen Fachkräfte nicht zu gefährden. Auch in Ländern wie den USA oder der Schweiz ist die Situation kritisch. Zwar erhalten die Servicemonteure in den USA ein Visum, jedoch ist dieses auf 180 Tage im Jahr beschränkt. Diese Schwierigkeiten machen es für Meurer nicht leicht, die Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden zu erfüllen.

Dennoch bemüht sich Meurer und wird sich auch in Zukunft bemühen, seinen Service immer weiter auszubauen und auf die Nachfrage der Kunden mit einem immer besser aufeinander abgestimmtes After-Sales-Portfolio. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einer Servicestation mit eigenem Ersatzteillager in China, um den Bedarf der Kunden noch schneller decken zu können. D.h. schnelle Lieferung von Ersatzteilen, um Ausfallzeiten von Maschinen zu minimieren und die lokale Kostenstruktur zu nutzen, um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben.

Aktiver Service, bei dem der Service auf die Kunden zugeht und kontaktiert, ist bei Meurer fester Bestandteil des Service-Konzeptes. Empfehlungen und Tipps können schnell und einfach an den Kunden weitergegeben werden. Ein Beispiel wäre das Upgrade obsoleter Teile, bei dem die Kunden frühmöglich und ausführlich über andere Möglichkeiten informiert werden, falls Bestandteile nicht mehr auf dem Markt verfügbar sind.

Wartungsverträge, die beim Verkauf einer Maschine als Paket mit angeboten werden, sollen dem Kunden in Zukunft jährliche Wartungen und Überholung aller Maschinen in kürzester Zeit garantieren. Nach einem strukturierten Zeitplan ermöglicht die rechtzeitige Inspektion der Maschine und die ordnungsgemäße Beurteilung des Verschleißes eine synchronisierte Wartung und damit geringste Auswirkungen auf die Produktionsleistung.

Selbst im akuten Notfall ist Meurer in Zeiten der Industrie 4.0 vorbereitet: Fernwartung per Remoteservice gibt Servicetechnikern die Chance, dem Kunden selbst dann zu helfen, wenn gerade niemand vor Ort ist. Ein Fernzugriff auf die Maschine ermöglicht eine kompetente Wartung und Reparatur, ohne anwesend zu sein. Die Servicetechniker erklären dann den Mitarbeitern des Kunden, was sie zu tun haben, um Funktionsstörungen zu beseitigen und die Maschine wieder in Betrieb zu nehmen.

Und wenn alle Angebote den Kunden bei offenen Fragen verlassen oder sofortige Unterstützung benötigen, können die Kunden über die Service-Hotline rund um die Uhr auf den technischen Service zugreifen.